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Krankengymnastik am Gerät

Die Krankengymnastik am Gerät ist eine spezielle Form der Physiotherapie, bei der Hilfsmittel wie Gewichte, Kleingeräte und Ähnliches zum Einsatz kommen.

Was ist Krankengymnast am Gerät?

Die Krankengymnastik am Gerät ist eine spezielle Form der Physiotherapie, bei der Hilfsmittel wie Gewichte, Kleingeräte und Ähnliches zum Einsatz kommen. Mit dieser Therapiemethode können gezielt Muskeln aufgebaut werden. Zudem wird die Stabilität einzelner Gelenke oder der Wirbelsäule verbessert. Zusätzlich wird das Herzkreislaufsystem trainiert. Diese Form der Physiotherapie dient auch zur Unterstützung bei der Gewichtsreduktion, insbesondere bei Diabetespatienten.

Häufig ist die Krankengymnastik am Gerät effektiver als die klassische Krankengymnastik. Der Einsatz von medizinischen Fitnessgeräten sowie Gewichten oder Kleingeräten intensivieren das Training und führen im Sinne der Trainingslehre zu schnellerem Muskelaufbau und zur Verbesserung der Gelenkstabilität. Auch die Patienten/innen, die größere Operationen oder einen Herzinfarkt hatten, können mit der Krankengymnastik am Gerät wieder auf ihren Alltag und ihre berufliche Belastung vorbereitet werden.

Physiotherapeutin hilft alter Frau mit Krankengymnastik am Gerät

Was bewirkt die Krankengymnastik am Gerät?

Die KGG hat das Ziel, Muskelgruppen, die durch Krankheit, Operation oder Verletzung beschädigt oder geschwächt worden sind, wieder aufzutrainieren. Ferner kann es das Ziel sein, dass der ganze Organismus und das Herzkreislaufsystem wieder erstarken sollen. In vielen Fällen wird die KGG genutzt, um nach chirurgischen Eingriffen dem/der Patient/in wieder zu alter oder neuer Kraft zu helfen.

Die Behandlung wird auf jeden/e Patienten/in individuell angepasst. Hierbei führt man eine genaue Anamnese durch und fertigt mit dem/der Patienten/in einen Befund an. Am Ende dieses Gesprächs wird ein Ziel der Behandlung formuliert, auf das in der Zukunft zugearbeitet wird. Die Ziele orientieren sich immer am Alltag des/der Patienten/in. Es kann sein, dass ein/ Fußballer/in wieder Fußball spielen will. Es ist aber auch möglich, dass eine ältere Dame nach ihrer Knie-OP wieder beschwerdefrei die Treppe zu ihrer Wohnung mit ihren Einkaufen bezwingen möchte.

Physiotherapeutin in der Praxis

Wer darf Krankengymnastik am Gerät mit Patienten durchführen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Krankengymnastik am Gerät oder kurz KGG darf nur anleiten, wer staatlich anerkannter Physiotherapeut/in ist. Die Anleitung durch Diplomsportlehrer/innen oder Hilfskräfte ist nicht zulässig. Zusätzlich müssen die Physiotherapeuten/innen eine spezielle Fortbildung absolvieren. Ist die Fortbildung geschafft, dürfen die KGG-Therapeuten/-innen bis zu drei Patienten gleichzeitig betreuen. Somit ist die Krankengymnastik am Gerät, so zu sagen ein medizinisches Krafttraining an Geräten.

Die Voraussetzung für die Behandlung durch einen/e Physio ist ein ärztliches Rezept. Die KGG darf von fast allen Fachärzten verschrieben werden. Bei dieser Therapieform handelt es sich häufig um eine längerfristige Therapiemaßnahme. Die Beschwerden, die der Patient mit sich bringt, sind demnach oft von besonderem Behandlungsbedarf. Reißt sich ein Sportler z. B. das Kreuzband im Knie und wird operiert, muss er manchmal mehrere Monate mit seinem/er Physiotherapeut/in im KGG-Raum schuften, um an sein altes Leistungsniveau zu gelangen.

Für wen kommt die KGG-Behandlung überhaupt infrage?

Die Krankengymnastik am Gerät hat eigentlich keine spezifische Zielgruppe. Nicht nur der verletzte Leistungssportler kommt mit dieser Behandlungsmethode wieder auf die Beine. Von jung bis alt können Patienten/innen von dieser Form der Physiotherapie profitieren.

Um einschätzen zu können, ob auch ihr Problem einer physiotherapeutischen KGG-Behandlung bedarf, kommt hier eine Listen mit den häufigsten Behandlungsgründen.

  • Bandscheibenvorfälle
  • Herzinfarkten
  • Hüft-und Knietotalendoprothesen
  • Verspannungen
  • Luboischialgien
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Sturzprofilaxe
  • Krebserkrankungen
  • Wirbelsäulenfehlstellungen
  • Long Covid
  • Alle Formen von Gelenkarthrose
  • Rheuma
  • Diabetes
  • Neurologische Erkrankungen
  • Lähmungen
  • Gelenkinstabilität
  • Kopfschmerzen
  • Schulterbeschwerden z.B. Impingement
  • Beckenbodengymnastik / Inkontinenzbehandlung
  • Fehlhaltungen der Wirbelsäule
  • Funktionsstörungen einzelner Gelenke
  • Nachbehandlung von Unfälle
  • Nachbehandlung von orthopädischen Operationen
  • Nachbehandlung von Operationen der inneren Medizin
  • Parkinson
  • Multibles Sklerose
Mann macht Krankengymnastik an einem Gerät

Ist die Krankengymnastik am Gerät schmerzhaft?

Es gibt viele Redewendungen, die das Krafttraining betreffen: Schweiß ist Schwäche, die den Körper verlässt! Oder: Sport ist Mord! Wie dem auch sei ... Die KGG ist absolut schmerzfrei. Die Geräte müssen natürlich gut auf ihr Training eingestellt werden. Den Rest erledigt ihr/e Physiotherapeut/in. Er/Sie schaut nach der korrekten Ausführung ihrer Übungen und sieht mit ihrem/seinem geschulten Auge, ob die Übung gerade zu anstrengend für sie ist.

Fazit

Die Krankengymnastik am Gerät ist eine Behandlungsmethode der Physiotherapie. Bei dieser Methode werden Kleingeräte und große Fitnessgeräte, welche man aus dem Fitnessstudio kennt, eingesetzt. Die KGG darf nur von extra fortgebildeten Physios betreut werden und muss vom Facharzt verschrieben sein. Das Einsatzgebiet ist sehr groß. Vom Sportler bist zur älteren Dame sind kaum Grenzen gesetzt. Zu guter Letzt ist die Krankengymnastik am Gerät eine schmerzfreie Therapiemethode.

Veröffentlicht / zuletzt aktualisiert am:
Fabian Palm,
Praxenmanager

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