Schmerzen im Handgelenk – was steckt dahinter und was hilft wirklich?

Sie tippen, greifen, heben – und plötzlich zieht es im Handgelenk. Vielleicht schläft Ihre Hand nachts ein. Vielleicht tut es beim Abstützen weh. Oder der Schmerz ist einfach da, ohne dass Sie wissen warum.
Handgelenkschmerzen gehören zu den Beschwerden, die man anfangs ignoriert – bis sie den Alltag bestimmen. Die Kaffeetasse wird zur Herausforderung, die Computermaus zum Feind, und nachts wachen Sie auf, weil Ihre Finger kribbeln.
In diesem Artikel erfahren Sie, was hinter Ihren Beschwerden stecken könnte, wann Sie sich Sorgen machen sollten – und was tatsächlich hilft. Keine Werbung für Schmerzgels, keine Wunderübungen, sondern ehrliche Informationen aus der physiotherapeutischen Praxis.
Kurz vorab: Wann Sie nicht weiterlesen, sondern handeln sollten
Bevor wir in die Details gehen: Manche Symptome erfordern schnelles Handeln.
Gehen Sie zeitnah zum Arzt, wenn:
- Sie gestürzt sind und das Handgelenk stark geschwollen oder verformt ist
- Ihre Finger blass, kalt oder taub werden
- Starke Rötung mit Überwärmung und Fieber auftreten
- Die Schmerzen so stark sind, dass Sie das Gelenk nicht mehr bewegen können
- Taubheitsgefühle in den Fingern rapide zunehmen
Diese Symptome können auf Brüche, Durchblutungsstörungen oder akute Entzündungen hinweisen, die ärztlich abgeklärt werden müssen.
Für alle anderen: Lesen Sie weiter.
Wo genau tut es weh? Eine erste Orientierung
Die Stelle, an der Ihr Handgelenk schmerzt, verrät oft schon viel über die mögliche Ursache. Das Handgelenk ist keine einheitliche Struktur – es besteht aus acht kleinen Knochen, zahlreichen Sehnen, Bändern und dem Karpaltunnel, durch den wichtige Nerven verlaufen.
Schmerzen an der Außenseite (Kleinfingerseite)
Wenn es auf der Seite des kleinen Fingers wehtut, sind häufig die Sehnen oder das sogenannte TFCC betroffen – ein Knorpelkomplex, der das Handgelenk stabilisiert. Typisch sind Schmerzen beim Drehen des Unterarms, etwa beim Türöffnen oder Flaschenaufdrehen.
Mögliche Ursachen:
- Überlastung durch einseitige Bewegungen
- Sehnenscheidenentzündung der Strecksehnen
- TFCC-Verletzung (oft nach Sturz oder Verdrehung)
- Arthrose im Handgelenk
Schmerzen an der Innenseite (Daumenseite)
Schmerzen auf der Daumenseite deuten oft auf Probleme mit der Daumensehne hin. Besonders verbreitet ist der sogenannte Morbus de Quervain – eine Sehnenscheidenentzündung, die durch wiederholte Greif- und Drehbewegungen entsteht. Junge Eltern kennen das Problem vom häufigen Hochheben des Babys.
Mögliche Ursachen:
- Morbus de Quervain (Tendovaginitis stenosans de Quervain)
- Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)
- Überlastung durch Greifbewegungen
Schmerzen beim Abstützen
Wenn das Handgelenk vor allem beim Abstützen schmerzt – beim Yoga, bei Liegestützen oder einfach beim Aufstehen vom Stuhl – ist oft die Streckseite überlastet. Das Handgelenk wird dabei maximal nach hinten gebeugt und trägt gleichzeitig Gewicht.
Mögliche Ursachen:
- Überlastung der Streckseite
- Instabilität im Handgelenk
- Ganglion (Überbein), das bei Belastung drückt
- Alte, nicht vollständig ausgeheilte Verletzung
Kribbeln, Taubheit, einschlafende Finger
Wenn Ihre Finger kribbeln, sich pelzig anfühlen oder nachts einschlafen, ist häufig ein Nerv beteiligt. Das bekannteste Beispiel ist das Karpaltunnelsyndrom – dabei wird der Mittelnerv im engen Karpaltunnel eingeengt. Betroffen sind typischerweise Daumen, Zeige- und Mittelfinger.
Die häufigsten Ursachen im Überblick
Sehnenscheidenentzündung – wenn jede Bewegung zieht
Die Sehnen im Handgelenk gleiten durch enge Kanäle, die von Sehnenscheiden umhüllt sind. Bei ständiger Belastung können sich diese Hüllen entzünden. Das Ergebnis: ziehende Schmerzen bei Bewegung, manchmal ein spürbares Reiben oder Knirschen.
Sehnenscheidenentzündungen entstehen meist durch:
- Stundenlange Computerarbeit ohne Pausen
- Wiederholte Greifbewegungen (Handwerk, Gartenarbeit)
- Ungewohnte intensive Belastung (neues Hobby, Renovierung)
- Fehlhaltungen am Arbeitsplatz
Das Tückische: Eine Sehnenscheidenentzündung heilt nicht von allein aus, wenn Sie weitermachen wie bisher. Viele Betroffene berichten, dass sie monatelang Schmerzen hatten, weil sie die Beschwerden anfangs ignoriert haben.
Karpaltunnelsyndrom – mehr als nur Kribbeln
Das Karpaltunnelsyndrom beginnt oft harmlos: Die Finger schlafen nachts ein, morgens fühlt sich die Hand steif an. Viele schütteln die Hand aus und denken sich nichts dabei.
Mit der Zeit nehmen die Beschwerden zu. Das Kribbeln wird zum Dauerzustand, die Finger werden kraftlos, feine Bewegungen fallen schwer. Manche Betroffene lassen plötzlich Gegenstände fallen, weil die Griffkraft nachlässt.
Risikofaktoren sind unter anderem:
- Tätigkeiten mit abgeknicktem Handgelenk (Computerarbeit, Radfahren)
- Hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Wechseljahre)
- Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen
- Rheumatoide Arthritis
Wichtig zu wissen: Ein unbehandeltes Karpaltunnelsyndrom kann zu dauerhaften Nervenschäden führen. Je früher Sie handeln, desto besser die Aussichten.
Das RSI-Syndrom – wenn der Bürojob krank macht
RSI steht für Repetitive Strain Injury, auf Deutsch etwa: Verletzung durch wiederholte Belastung. Im Volksmund heißt es Mausarm oder Maushand.
Betroffene beschreiben die Beschwerden oft so: Es fängt mit einem leichten Ziehen an. Dann werden die Schmerzen stärker, ziehen vom Handgelenk hoch in den Unterarm, manchmal bis zum Ellbogen oder in die Schulter. Irgendwann tut es nicht mehr nur beim Arbeiten weh, sondern auch abends auf der Couch.
RSI entsteht durch die Kombination aus:
- Stundenlanger gleichförmiger Belastung
- Ungünstiger Haltung am Arbeitsplatz
- Zu wenig Pausen und Bewegung
- Oft auch: Stress und Anspannung, die sich in verkrampfter Haltung äußern
Arthrose – wenn der Knorpel verschleißt
Auch das Handgelenk kann von Arthrose betroffen sein. Der Knorpel, der die Gelenkflächen schützt, nutzt sich ab. Die Knochen reiben aufeinander, das Gelenk wird steif und schmerzhaft.
Typisch für Handgelenksarthrose sind:
- Anlaufschmerzen: Die ersten Bewegungen nach dem Aufstehen sind am schlimmsten
- Belastungsschmerzen: Längere Tätigkeiten verstärken die Beschwerden
- Wetterfühligkeit: Viele Betroffene spüren Wetterumschwünge im Gelenk
- Eingeschränkte Beweglichkeit: Das Handgelenk lässt sich nicht mehr so weit beugen oder strecken
Arthrose lässt sich nicht rückgängig machen – aber die Beschwerden lassen sich oft deutlich lindern.
Ganglion – die harmlose Beule, die nerven kann
Ein Ganglion ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste, die sich an Gelenken oder Sehnenscheiden bildet. Am Handgelenk erscheint es oft als sichtbare Beule auf der Oberseite.
Manche Ganglien verursachen keine Beschwerden und verschwinden von selbst wieder. Andere drücken auf Nerven oder Sehnen und verursachen Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen. Früher wurde geraten, ein Ganglion mit einem Buch zu zerdrücken – tun Sie das bitte nicht. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern führt häufig zu Rückfällen.
Was wirklich hilft – und was Sie sich sparen können
Im Internet finden Sie unzählige Tipps: Schmerzgels, Bandagen, Wunderübungen, die in drei Tagen alles heilen sollen. Hier eine ehrliche Einschätzung aus der Praxis.
Was kurzfristig entlastet
- Kühlen bei akuten Entzündungen und Schwellungen (maximal 15-20 Minuten, Tuch dazwischen). Hilft in den ersten Tagen, löst aber nicht die Ursache.
- Schmerzmittel wie Ibuprofen können kurzfristig Entzündung und Schmerz reduzieren. Keine Dauerlösung, aber manchmal nötig, um aus dem Schmerzkreislauf herauszukommen.
- Bandagen und Schienen stabilisieren das Gelenk und verhindern schmerzhafte Bewegungen. Besonders nachts beim Karpaltunnelsyndrom sinnvoll, um das Abknicken des Handgelenks zu verhindern. Aber: Dauerhafte Ruhigstellung schwächt die Muskulatur.
Was langfristig hilft
- Ursachensuche: Ohne zu wissen, warum Ihr Handgelenk schmerzt, behandeln Sie nur Symptome. Ein stechender Schmerz beim Greifen erfordert andere Maßnahmen als Kribbeln in den Fingern.
- Ergonomische Anpassungen: Wenn Ihre Beschwerden durch Computerarbeit entstehen, helfen die besten Übungen wenig, solange Sie täglich acht Stunden in der gleichen ungünstigen Position verbringen.
- Gezielte Übungen: Nicht irgendwelche Dehnungen aus dem Internet, sondern Übungen, die zu Ihrem spezifischen Problem passen. Bei einer Sehnenscheidenentzündung helfen andere Übungen als beim Karpaltunnelsyndrom – manche können sogar schaden.
- Physiotherapie: Wenn Selbsthilfe nicht ausreicht, können gezielte manuelle Techniken, individuell angepasste Übungen und eine fundierte Analyse Ihrer Beschwerden den Unterschied machen.
Was Sie sich sparen können
Schmerzgels allein lösen keine strukturellen Probleme. Sie können begleitend angenehm sein, aber erwarten Sie keine Wunder.
Generische YouTube-Übungen ohne vorherige Diagnose: Was bei einer Person hilft, kann bei einer anderen die Beschwerden verschlimmern.
Monatelanges Abwarten in der Hoffnung, dass es von allein weggeht: Bei manchen Problemen – insbesondere beim Karpaltunnelsyndrom – verschlechtern sich die Aussichten mit jedem Monat, den Sie warten.
Wann Übungen allein nicht reichen
Es gibt Situationen, in denen Selbstbehandlung an ihre Grenzen stößt.
- Bei unklarer Diagnose: Wenn Sie nicht wissen, was genau die Ursache ist, können Sie auch nicht gezielt behandeln. Ist es eine Sehnenscheidenentzündung? Das Karpaltunnelsyndrom? Eine alte Verletzung, die nie richtig ausgeheilt ist? Ohne Klarheit fehlt die Grundlage für wirksame Maßnahmen.
- Wenn die Beschwerden zunehmen: Wenn Ihre Symptome trotz Schonung und Selbsthilfemaßnahmen schlimmer werden, ist das ein Signal, dass Sie professionelle Hilfe brauchen.
- Bei neurologischen Symptomen: Kribbeln, Taubheit und Kraftverlust deuten auf Nervenbeteiligung hin. Hier ist Zeit ein kritischer Faktor – je länger ein Nerv eingeengt wird, desto höher das Risiko bleibender Schäden.
- Wenn der Alltag eingeschränkt ist: Wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, Ihr Hobby aufgeben mussten oder nachts regelmäßig vor Schmerzen aufwachen, ist es Zeit für professionelle Unterstützung.
- Nach erfolglosen Behandlungsversuchen: Wenn Schmerzmittel, Bandagen und Schonung über Wochen nicht geholfen haben, brauchen Sie einen anderen Ansatz.
Was Physiotherapie bei Handgelenkschmerzen tatsächlich macht
Viele Menschen haben nur eine vage Vorstellung davon, was bei einer physiotherapeutischen Behandlung passiert. Hier ein Einblick.
Der Befund: Ursachensuche statt Symptombehandlung
Am Anfang steht eine gründliche Untersuchung. Wir schauen nicht nur auf Ihr Handgelenk, sondern auch auf Unterarm, Ellbogen, Schulter und Halswirbelsäule. Denn Handgelenkschmerzen entstehen oft nicht dort, wo sie spürbar sind.
Ein Beispiel: Verspannungen in der Nacken- und Schultermuskulatur können die Nervenversorgung des Arms beeinflussen. Manche Patienten kommen mit vermeintlichen Handgelenksbeschwerden, deren eigentliche Ursache in der Halswirbelsäule liegt.
Wir testen Beweglichkeit, Kraft, Nervenfunktion und suchen nach Triggerpunkten und Verspannungen. Erst wenn wir verstehen, was genau das Problem verursacht, können wir gezielt behandeln.
Manuelle Techniken: Was Eigenübungen nicht leisten können
Manuelle Therapie umfasst Techniken, die Sie nicht selbst durchführen können:
- Gelenkmobilisation: Sanfte Bewegungen, die eingeschränkte Gelenkflächen wieder beweglicher machen. Bei steifen Handgelenken kann das einen spürbaren Unterschied machen.
- Traktion: Das Gelenk wird unter leichtem Zug behandelt. Das entlastet Gelenkflächen und kann bei Arthrose oder nach Ruhigstellung helfen.
- Weichteilbehandlung: Verspannte Muskeln, verklebte Faszien und Triggerpunkte werden gezielt behandelt. Das kann anfangs unangenehm sein, bringt aber oft schnelle Erleichterung.
- Nervenmobilisation: Bei Engpasssyndromen wie dem Karpaltunnel können spezielle Techniken helfen, den Nerv wieder gleitfähiger zu machen.
Übungen mit Anleitung und Korrektur
Der Unterschied zwischen einer Übung aus dem Internet und einer physiotherapeutisch angeleiteten Übung liegt im Detail. Die richtige Ausführung entscheidet darüber, ob eine Übung hilft oder schadet.
Wir zeigen Ihnen Übungen, die zu Ihrem spezifischen Problem passen, korrigieren Fehler in der Ausführung und passen die Intensität an Ihren aktuellen Zustand an. Und wir erklären, warum Sie diese Übungen machen – wer versteht, was er tut, macht es meist auch regelmäßiger.
Beratung für den Alltag
Ein wichtiger Teil der Behandlung ist die Beratung: Wie können Sie Ihren Arbeitsplatz ergonomischer gestalten? Welche Gewohnheiten sollten Sie ändern? Wie können Sie Rückfälle vermeiden?
Übungen für zu Hause – aber mit Vorbehalt
Die folgenden Übungen können bei leichten Beschwerden helfen. Sie ersetzen keine Diagnose und keine individuelle Behandlung. Wenn Ihre Schmerzen während einer Übung zunehmen, brechen Sie ab.
Handgelenk mobilisieren
Strecken Sie den Arm vor sich aus. Bewegen Sie das Handgelenk langsam auf und ab, dann von links nach rechts. Anschließend kreisen Sie das Handgelenk in beide Richtungen. Führen Sie die Bewegungen langsam und kontrolliert aus, nicht ruckartig.
Unterarm dehnen (Beugeseite)
Strecken Sie den Arm vor sich aus, Handfläche zeigt nach oben. Mit der anderen Hand ziehen Sie die Finger sanft Richtung Boden, bis Sie eine Dehnung an der Unterarminnenseite spüren. 20-30 Sekunden halten, dann die Seite wechseln.
Unterarm dehnen (Streckseite)
Strecken Sie den Arm vor sich aus, Handfläche zeigt nach unten. Mit der anderen Hand ziehen Sie die Finger sanft Richtung Körper. Sie sollten eine Dehnung auf dem Handrücken und der Außenseite des Unterarms spüren.
Nervenmobilisation (bei Kribbeln)
Diese Übung kann beim Karpaltunnelsyndrom helfen, sollte aber vorsichtig durchgeführt werden: Strecken Sie den Arm seitlich aus, Handfläche zeigt zur Decke. Bewegen Sie das Handgelenk langsam auf und ab, während Sie den Kopf zur Gegenseite neigen. Die Bewegungen sollten fließend sein und kein Ziehen verstärken.
Pause am Arbeitsplatz
Alle 30-45 Minuten: Hände ausschütteln, Finger spreizen und wieder zur Faust ballen, Schultern kreisen, kurz aufstehen und bewegen. Diese kleinen Unterbrechungen können viel bewirken.
Prävention: Wie Sie Ihre Handgelenke schützen
Am Arbeitsplatz
- Tastatur und Maus: Ihre Handgelenke sollten beim Tippen möglichst gerade bleiben, nicht nach oben oder zur Seite abknicken. Eine Handballenauflage kann helfen – aber nur, wenn Sie sie richtig nutzen (zum Ablegen in Pausen, nicht zum dauerhaften Abstützen beim Tippen).
- Pausen: Ihr Handgelenk ist nicht für achtstündige Dauerbelastung gemacht. Regelmäßige Kurzpausen mit Bewegung sind kein Luxus, sondern Prävention.
- Haltung: Die Haltung Ihres gesamten Oberkörpers beeinflusst Ihre Handgelenke. Hochgezogene Schultern und eine vorgestreckte Kopfhaltung erhöhen die Belastung bis in die Finger.
Im Sport
- Aufwärmen: Handgelenke vor dem Training mobilisieren, besonders vor Übungen mit Gewicht auf den Händen.
- Griffstärke aufbauen: Ein gut trainierter Unterarm entlastet das Handgelenk. Übungen mit dem Handtrainer oder einfaches Kneten eines Tennisballs können helfen.
- Technik vor Ehrgeiz: Bei Liegestützen, Yoga oder Gewichtheben ist die richtige Technik entscheidend. Im Zweifel: weniger Gewicht, bessere Ausführung.
Im Alltag
- Griffe variieren: Vermeiden Sie stundenlanges Greifen in der gleichen Position. Wechseln Sie beim Heimwerken zwischen verschiedenen Werkzeugen, beim Kochen zwischen verschiedenen Messern.
- Lasten verteilen: Schwere Taschen nicht nur an einer Hand tragen. Beim Heben das Gewicht nah am Körper halten.
- Warnsignale ernst nehmen: Ein leichtes Ziehen ist ein Signal, nicht weiterzumachen wie bisher. Wer früh reagiert, verhindert oft wochenlange Beschwerden.
Wir sind für Sie da
Wenn Sie unter Handgelenkschmerzen leiden und professionelle Unterstützung suchen, sind Sie bei uns richtig. In unserer Praxis nehmen wir uns Zeit für eine gründliche Untersuchung und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan, der zu Ihrer Situation passt.
Vereinbaren Sie einen Termin – wir freuen uns auf Sie.
MHP Medical Health Point Bonn – Physiotherapie an drei Standorten: Duisdorf, Zentrum und Bad Godesberg.
Häufig gestellte Fragen
Sind meine Schmerzen psychosomatisch?
Diese Frage stellen sich viele Betroffene, besonders wenn keine klare strukturelle Ursache gefunden wird. Wichtig zu wissen: Stress und psychische Belastung können Schmerzen verstärken und die Heilung verzögern – das macht sie aber nicht weniger real. Viele Menschen arbeiten unter Stress verkrampfter und machen weniger Pausen, was die körperliche Belastung erhöht. Die Frage ist also nicht "echt oder eingebildet", sondern "welche Faktoren spielen zusammen".
Können Handgelenkschmerzen von der Halswirbelsäule kommen?
Ja, das ist möglich. Die Nerven, die Hand und Finger versorgen, entspringen in der Halswirbelsäule. Probleme dort – etwa Bandscheibenvorfälle oder Verspannungen – können Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit verursachen, die bis in die Hand ausstrahlen. Deshalb schauen wir in der Physiotherapie immer auch auf Nacken und Schultern, wenn Patienten mit Handbeschwerden zu uns kommen.
Wann sollte ich über eine Operation nachdenken?
Eine Operation ist bei den meisten Handgelenkbeschwerden die letzte Option, nicht die erste. Beim Karpaltunnelsyndrom wird sie erwogen, wenn konservative Behandlung über mehrere Monate nicht ausreichend hilft oder wenn bereits deutliche neurologische Ausfälle vorliegen. Bei Knochenbrüchen mit Fehlstellung kann eine Operation dagegen von Anfang an nötig sein. Grundsätzlich gilt: Erst alle konservativen Möglichkeiten ausschöpfen, dann operieren – es sei denn, es gibt medizinische Gründe für ein schnelleres Vorgehen.
Brauche ich eine Bandage oder Schiene?
Bandagen und Schienen können in bestimmten Situationen sinnvoll sein – etwa eine Nachtschiene beim Karpaltunnelsyndrom, die verhindert, dass das Handgelenk im Schlaf abknickt. Eine dauerhafte Ruhigstellung ist jedoch meist nicht empfehlenswert, weil sie die Muskulatur schwächt und die Beweglichkeit einschränkt. Ob und welche Art von Unterstützung für Sie sinnvoll ist, sollte individuell entschieden werden.
Kann ich mit Schmerzen im Handgelenk weiter arbeiten?
Das kommt auf die Art Ihrer Arbeit und die Schwere der Beschwerden an. Bei leichten Beschwerden können ergonomische Anpassungen und regelmäßige Pausen helfen. Bei starken Schmerzen oder wenn die Beschwerden durch die Arbeit entstehen, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Arbeitgeber über Anpassungen sprechen. Einfach weiterzumachen und die Beschwerden zu ignorieren führt oft dazu, dass aus einem kleinen Problem ein großes wird.
Wie lange dauert es, bis Schmerzen im Handgelenk besser werden?
Das hängt stark von der Ursache ab. Eine leichte Überlastung kann sich innerhalb von ein bis zwei Wochen bessern, wenn Sie das Handgelenk entlasten. Eine Sehnenscheidenentzündung braucht oft mehrere Wochen bis Monate. Beim Karpaltunnelsyndrom ist der Verlauf sehr unterschiedlich – manche Patienten sprechen schnell auf konservative Behandlung an, andere benötigen letztlich eine Operation.
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